Glossar EU-DSGVO

Wenn am 25. Mai die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung nach zweijähriger Übergangsphase final in Kraft tritt, bedeutet das eine eine umfassende Reform des Datenschutzrechts. Das betrifft so gut wie jeden Unternehmer bzw. auch jede Behörde: Ausgenommen von den neuen Regeln sind lediglich Daten, welche ausschließlich familiären oder persönlichen Zwecken dienen.

Betreiber von beispielsweise Websites sind demnach verpflichtet, u.A. eine rechtskonforme Datenschutzerklärung bereitzustellen. Zu berücksichtigen sind dabei unter anderem Logfiles, Registrierungsmöglichkeiten, die Verwendung von Cookies und der Einsatz von Analyse- oder Trackingdiensten.

Weitere Auflagen für Websites ergeben sich aus der Verpflichtung zur Datenminimierung und aus dem in der EU-DSGVO festgeschriebenen Grundsatz der Integrität und der Vertraulichkeit, der beispielsweise eine verschlüsselte Übertragung der Daten aus Kontaktformularen erzwingt. Der Einsatz von Social Media Plug-ins ist zustimmungspflichtig!

Aber auch die diversen und teilweise historischen Datensammlungen in den Unternehmen und Behörden (Lieferanten, Kunden, Interessenten ebenso wie Mitarbeiter) müssen mit revisionsicheren Erklärungen der Betroffenen versehen werden - oder eben gelöscht werden!

Bei Verstößen gegen das neue Datenschutzrecht drohen nicht nur hohe Bußgelder. Juristen gehen davon aus, dass es zu massiven Abmahnungen durch Konkurrenten, Verbraucherschutz- und Wettbewerbsverbände kommen wird.

Die verwendeten Begrifflichkeiten sind nicht jedermann genau bekannt - dieses Glossar zur EU-Datenschutz-Grundverordnung soll etwas Licht ins Dunkel bringen...