Blockchain und IoT: Vorteile, Erwartungen und Herausforderungen

Die Blockchain-Technologie und das Internet der Dinge (IoT) und speziell die Kombination aus beiden ziehen derzeit viele interessierte Stakeholder in ihren Bann - aus guten Gründen. Blockchain ist kein Selbstzweck, sondern bildet die Basis für Anwendungen, auch für potentiell smarte Verträge, welche beispielsweise spezifische IoT-Prozesse unterstützen. Die Blockchain-Technologie eignet sich konzeptionell gut für IoT-Szenarien. IoT-Anwendungen sind definitionsgemäß verteilt und erfordern eine direkte Interaktion der Geräte untereinander statt über vorhandene zentralisierte Modelle.

Blockchain, eine Form der Distributed Ledger Technologie, hat 2016 enormen Aufwind erhalten. Einige Banken und Unternehmen wie Visa und MasterCard zeigen Interesse und integrieren zumindest im Labor bereits diese Technologie.

Blockchain (es gibt viele verschiedene Blockchains und es ist mehr als die Technologie, welche Bitcoin antreibt) ist von praktisch allen Forschungsfirmen als eine beschleunigende Entwicklung erwähnt worden - und es geht schon lange nicht mehr nur um Finanzdienstleistungsunternehmen. Tatsächlich steht die Konvergenz von Blockchain und Internet der Dinge für 2017 und darüber hinaus auf der Tagesordnung.

Das verteilte IoT trifft verteilte Ledger-Technologie

Seit geraumer Zeit wird Blockchain mehr und mehr im Kontext mit dem Internet der Dinge betrachtet. Blockchain hat viele Vorteile – Blockchain ist aber nicht die Antwort auf alle Herausforderungen der digitalen Wirtschaft, wie manchmal behauptet wird, aber es ist sicher, dass Blockchains eine zunehmende Rolle im Internet der Dinge spielen werden.

Blockchain ist als Basis für Anwendungen konzipiert, welche Transaktionen und Interaktionen beinhalten. Dazu können Smart Contracts (Smart Contracts werden automatisch ausgeführt, wenn eine bestimmte Bedingung erfüllt ist, z. B. bezüglich der Warenbedingungen oder Umweltbedingungen) oder andere Smart Applications, die bestimmte IoT-Prozesse unterstützen. Auf diese Weise kann die Blockchain-Technologie nicht nur die Compliance im IoT, sondern auch die IoT-Features sowie die Kosteneffizienz verbessern.

Die Industrie wartet nicht mehr

IoT ist zwar noch nicht wirklich in der Industrie flächendeckend angekommen. Gleichzeitig warten zumindest die großen Industrieunternehmen nicht mehr, deswegen ist zumindest der erste und auch der zweite Blick auf die Kombination aus Blockchain und IoT ratsam.

Die drei Vorteile von Blockchain für IoT:

  • Aufbau von Vertrauen
  • Kostensenkung
  • Beschleunigung von Transaktionen.

Einige interessante Beispiele von Vordenkern zeigen bereits, wie Blockchain in das kognitive Internet der Dinge ausgedehnt wird. Die Vorteile: Prüfpfade, Rechenschaftspflicht, neue Vertragsformen und Schnelligkeit, um nur einige zu nennen.

IoT und Blockchain: Herausforderungen lösen

Es gibt drei Kategorien von Herausforderungen, die das Internet der Dinge und Blockchain-Ökosysteme adressieren muss:

  1. Technologie, wobei vor allem die Sicherheit im Vordergrund steht. Im Kontext von IoT, wo bekanntermaßen Sicherheit bereits eine gewaltige Herausforderung darstellt, muss Sicherheit eine noch viel stärker implementiert werden.
  2. Operative Herausforderungen: Das Geschäftsmodell und die praktischen Aspekte, da dies viele Vereinbarungen und natürlich noch viel mehr Akteure in einem noch breiter aufgestellten Ökosystem bedeutet.
  3. Rechts- und Compliance-Themen: Hier geht es Verantwortungsprobleme bei Aktionen, welche von Geräten ausgeführt werden, basierend auf einer Regel, die automatisch von einer Blockchain-basierten Anwendung ausgelöst wird, möglicherweise ebenso ausgelöst durch eine andere Blockchain-basierte Anwendung - es kann hier richtig kompliziert werden!!! Und dann gibt es da noch intelligente Verträge. Verträge sind auch außerhalb dieses Kontextes von IoT und Blockchain nicht einfach.
 
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